Das Amstel Gold Race ist der einzige niederländische Eintagesklassiker im UCI WorldTour-Kalender – und der Auftakt zur sogenannten Ardennen-Woche, die mit Flèche Wallonne und Liège–Bastogne–Liège zu den prestigeträchtigsten Klassikern der Saison zählt. Seit 1966 führt die Strecke durch die Hügel von Süd-Limburg: rund 256 Kilometer für die Männer, etwa 160 Kilometer für die Frauen, mit über 30 kurzen, aber giftigen Anstiegen und insgesamt rund 3.500 Höhenmetern. Der Cauberg in Valkenburg gilt als ikonischer Schlüsselberg, auch wenn das Ziel inzwischen einige Kilometer weiter im flacheren Berg en Terblijt liegt. Ein Rennen für Punchers und Klassikerspezialisten – kein Pflaster, aber gnadenlos welliges Terrain.
Bei den Männern entschieden zwei Champions das Rennen 36 Kilometer vor dem Ziel unter sich aus: Mattias Skjelmose und Remco Evenepoel sprengten das Peloton und rollten zu zweit Richtung Valkenburg. Im finalen Sprint war Evenepoel klinisch, kompromisslos – und am Ende einfach unschlagbar. Der Vorjahressieger Skjelmose gab alles, doch es reichte nicht. Hinter ihnen sicherte sich Benoît Cosnefroy mit einem starken Antritt aus der Verfolgergruppe Platz drei. Erlösung, endlich.
Bei den Frauen: ein Coup, mit dem niemand gerechnet hatte. 25 Kilometer vor dem Ziel ging Paula Blasi ins Risiko – allein, voll, ohne Rückversicherung. Die Favoritinnen zögerten. Dieses Zögern kostete sie das Rennen. Während Niewiadoma-Phinney und Vollering im Hintergrund um die Reste kämpften, fuhr Blasi in die Geschichtsbücher: erste Spanierin überhaupt, die das Amstel Gold Race gewinnt – und das bei ihrem Debüt. 🇪🇸
Manche warten auf ihren Moment. Paula Blasi hat sich ihren selbst geschaffen.
Männer: 1. Remco Evenepoel · 2. Mattias Skjelmose · 3. Benoît Cosnefroy
Frauen: 1. Paula Blasi · 2. Katarzyna Niewiadoma-Phinney · 3. Demi Vollering







